Wie alles begann

Die Geschichte der Zimmerei Köppl

Im Jahr 1981 begann unser Firmengründer Alois Köppl sen. seine Ausbildung zum Zimmerer, die er 1983 als Innungsbester abschloss. Danach arbeitete er vier Jahre lang in verschiedenen Zimmereien – hauptsächlich auf Baustellen in München.

Von Januar 1987 bis April 1988 absolvierte er den Meistervorbereitungskurs der Handwerkskammer Regensburg, um im gleichen Jahr die Meisterprüfung abzulegen. Noch im selben Jahr gründete Luis die Zimmerei Köppl mit zwei Angestellten. Diese begann ihren Geschäftsbetrieb in zwei Garagen am elterlichen Wohnhaus mit einer Werkstattfläche von 50 qm. Hauptbetätigungsbereiche waren Abbund und Montage von Dächern aller Art.

Der Abbund erfolgte auf der Baustelle oder an Sägewerken. Vorelementierung oder Holzrahmenwände waren damals noch nicht bekannt. Generell waren die damaligen Zimmereien nicht mit den heutigen Standards vergleichbar. Luis‘ Vision war aber bereits damals eine „moderne Zimmerei“.

Im Jahr 1984 wurde mit dem Funktionsgebäude des Langlaufzentrums Bretterschachten in Bodenmais der erste Holzrahmenbau umgesetzt. Damals war die Bauweise der Bevölkerung noch unbekannt, in Fachkreisen gar „verpöhnt“. Man hielt nichts von „den Holzkisten“.

Im Jahr 1988 erfolgte der Kauf des des ersten LKW’s mit 7,5 Tonnen, ein Jahr später der Bau des Bürogebäudes mit der heutigen Halle 2 (Abbundhalle).

Nach der Wiedervereinigung, erwarb Luis am Fluss „Schwarzwasser“ im Erzgebirge, eine komplett renovierungsbedürftige Wasserkraftanlage. Diese wurde in 2-jähriger Arbeit wieder instand gesetzt. Heute kann das Kraftwerk 600 durchschnittliche Haushalte mit Strom versorgen.

Seit Mitte der Neunziger war eine stetige Zunahme des Holzrahmenbaus zu verzeichnen. Die Größe des Betriebs war bis dahin bereits auf 30 Mitarbeiter angewachsen. 1994 kaufte unser Seniorchef den ersten Montagekran, 1997 wurde die bestehende Halle um weitere 25 m verlängert und die erste Hundegger Abbundanlage erworben.

Im selben Jahr kaufte Luis  die Trautmannsmühle, ein ehemaliges Sägewerk mit Wehranlage. Auch hier erfolgten in den Folgejahren verschiedene Modernisierungsmaßnahmen, wodurch die Energieerzeugung um 100% gesteigert werden konnte. 

Der Holzrahmenbau entwickelte sich seit Beginn der 2000er Jahre zum Hauptgeschäftszweig mit Jahreskapazitäten von bis zu 40 Einfamilienhäusern. 2001 erfolgte der Bau der heutigen Halle 3, die früher Montagehalle war und heute als Lager dient.

Zwischenzeitlich wurden die Bauvorhaben deutlich größer, beispielsweise konnte das Erlebnisbad Elypso in Deggendorf umgesetzt werden (2002).

Im Jahr 2008 realisierte Luis den Bau eines Blockheizkraftwerkes, betrieben mit Pflanzenöl. Die Anlage liefert – neben der Hackschnitzelheizung – die gesamte Heizenergie am Firmengelände.

2011 wurde ein 4-Achs-Kran angeschafft. Zudem wurden verschiedene Überlegungen angestellt, wie die Betriebskapazitäten erweitert werden könnten. Diese führten 2016 zum Erwerb von 15.000 qm Fläche von der Gemeinde Drachselsried.

Mit Bestehen der Meisterprüfung übertrug unser Senior-Chef die Geschäftsführung im Dezember 2016 an seinen Sohn Alois Köppl jun. Dies hindert ihn jedoch bis heute nicht daran, tagtäglich im Betrieb voll mitzuarbeiten.

Nach dem Zukauf des zusätzlichen Firmengeländes 2016, konnte 2017 die neue Montagehalle, Halle 1, fertig gestellt werden. Hier werden heute die Holzrahmenbauwände zusammengebaut, geflockt und beplankt. Auch die Dachelemente werden hier vorelementiert. Die Halle bietet auf den 1380m² Grundfläche außerdem Lagerfläche für bis zu drei fertig elementierten Holzhäusern. Mit dem Anbau wurden auch zusätzliche Büroräume, sowie ein Besprechungsraum geschaffen.